Über Uns

Musik, Tradition und Gemeinschaft – dafür steht der Fanfarenzug Salem seit seiner Gründung. Was einst aus einem ganz besonderen Anlass entstand, entwickelte sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Salemer Vereinslebens. Bis heute verbindet uns die Freude an der Fanfarenmusik, gemeinsamen Auftritten und einer Tradition, die von Generation zu Generation weitergetragen wird.

Wie alles begann

Die Geschichte des Fanfarenzugs Salem beginnt im Jahr 1964. Anlass für die Gründung war ein ganz besonderes Ereignis, das bereits seine Schatten vorauswarf: 1965 sollte Königin Elisabeth II. Schloss Salem besuchen. Für diesen außergewöhnlichen Anlass entstand der Fanfarenzug, damals noch als Teil der örtlichen Feuerwehr.

Beim Besuch der Queen im Jahr 1965 war es dann so weit: Der neu gegründete Fanfarenzug spielte auf Schloss Salem und war damit Teil dieses besonderen Ereignisses.

Doch aus dem ursprünglichen Anlass entwickelte sich schnell mehr. Schon in den ersten Jahren spielte der Fanfarenzug bei Veranstaltungen in Salem und der Umgebung und wurde zunehmend zu einem festen Bestandteil des örtlichen Vereinslebens.

1971 folgte schließlich der Schritt in die Eigenständigkeit: Der Fanfarenzug löste sich von der Feuerwehr und wurde zu einem eigenständigen Verein. Damit begann ein neues Kapitel in unserer Geschichte – und eine Tradition, die bis heute fortgeführt wird.

Auf eigenen Beinen

Mit der Eigenständigkeit im Jahr 1971 begann für den Fanfarenzug Salem ein neues Kapitel. Aus der einstigen Abteilung der Feuerwehr entwickelte sich ein eigenständiger Verein, der nicht nur musikalisch, sondern auch durch ein lebendiges und geselliges Vereinsleben geprägt wurde.

FZS 1974
Fanfarenzug Salem 1974

Von Anfang an waren es vor allem die Menschen und ihr gemeinsames Engagement, die den Fanfarenzug mit Leben füllten. Viele Mitglieder blieben dem Verein über Jahrzehnte verbunden und gaben ihre Begeisterung an die nächsten Generationen weiter. So sind auch heute noch Nachkommen der damaligen Gründungsmitglieder aktiv im Verein und führen die Tradition fort, die ihre Eltern und Großeltern einst mit aufgebaut haben.

Diese Verbundenheit über Generationen hinweg zeichnet den Fanfarenzug Salem bis heute aus. Neben den gemeinsamen Auftritten und Proben waren es immer auch die vielen Stunden abseits der Musik, die den Zusammenhalt stärkten. Freundschaften entstanden, Familien wuchsen mit dem Verein auf und aus einzelnen Musikern entwickelte sich eine Gemeinschaft, die weit über das gemeinsame Musizieren hinausgeht.

Ein Ort, der für dieses Vereinsleben über viele Jahre eine ganz besondere Bedeutung hatte, war das Gasthaus Lindenbaum in Stefansfeld. Es war weit mehr als nur ein Treffpunkt – für viele war es das „Wohnzimmer“ des Fanfarenzugs. Hier fanden Generalversammlungen statt, nach den Proben saß man zusammen und so mancher Abend dauerte etwas länger als ursprünglich geplant. Viele Geschichten und Erinnerungen aus dieser Zeit sind bis heute untrennbar mit dem Lindenbaum verbunden.

Unvergessliche Momente

Im Laufe der Jahrzehnte hat der Fanfarenzug Salem viele besondere Auftritte und gemeinsame Erlebnisse gesammelt. Manche davon sind bis heute fester Bestandteil der Vereinsgeschichten.

Ein solcher Moment war der Vereinsausflug nach Italien im Jahr 1975. Ein Höhepunkt der Reise war der Auftritt auf dem berühmten Markusplatz in Venedig. Schon mit dem ersten Trommelschlag bot sich ein unvergessliches Bild: Die zahlreichen Tauben auf dem Platz erhoben sich auf einmal in die Luft. Nicht nur für die Musiker war dieser Augenblick etwas Besonderes – auch zahlreiche Touristen wurden auf den Fanfarenzug aufmerksam und hielten den ungewöhnlichen Auftritt auf ihren Kameras fest.


Fanfarenzug Salem 1975 auf dem Markusplatz in Venedig

Eine ganz besondere Bedeutung hatten auch die Fanfarenzugtreffen in Salem. Über viele Jahre hinweg entwickelte sich Salem dabei zu einem Treffpunkt für Fanfarenzüge aus nah und fern. Die Veranstaltungen genossen einen hervorragenden Ruf – wer in der Szene Rang und Namen hatte, wollte in Salem dabei sein und spielen.


Fanfarenzug Treffen im Schloss Salem

Dabei ging es nicht nur um die Musik. Zu den Treffen gehörte anfangs auch ein festlicher Abend mit Gala-Dinner und Tanz, später wandelte sich das Programm und eine Liveband sorgte für die musikalische Unterhaltung. 2014 fand schließlich das letzte Fanfarenzugtreffen in Salem statt und damit endete eine Veranstaltungstradition, die den Verein über viele Jahre geprägt hatte.

Dreimal Salem

Salem gibt es nicht nur am Bodensee. Tatsächlich tragen drei Orte in Deutschland den Namen Salem – und der Fanfarenzug Salem hat im Laufe seiner Geschichte in allen drei Orten gespielt. Eine Besonderheit, die wohl nur wenige Vereine von sich behaupten können und die zu den außergewöhnlichen Erinnerungen unserer Vereinsgeschichte gehört.

Mehr Umzüge als der Umzug selbst

Eine ganz besondere Verbindung besteht seit vielen Jahren zum Faschingsumzug in Thayngen. Der Fanfarenzug Salem gehört dort seit Beginn zu den regelmäßigen Teilnehmern – und kann sogar von sich behaupten, zweimal öfter in Thayngen gewesen zu sein, als der Umzug tatsächlich stattgefunden hat.

1991 wurde der Umzug abgesagt, der Fanfarenzug Salem war dennoch vor Ort. Viele Jahre später wiederholte sich die Geschichte während der Corona-Zeit: Auch diesmal konnte der eigentliche Faschingsumzug nicht stattfinden. Davon ließ sich der Fanfarenzug jedoch nicht abhalten. Statt des großen Umzugs zog man kurzerhand im kleinen Kreis durch Thayngen und spielte vor verschiedenen Lokalen ein Ständchen.
So wurde aus zwei ausgefallenen Umzügen eine kleine Besonderheit in unserer Vereinsgeschichte: Der Fanfarenzug Salem war da – auch wenn der Umzug es nicht war.

Tradition, die weiterlebt

Vieles hat sich im Laufe der Jahrzehnte verändert – manches ist jedoch geblieben. Ein besonderer Ort begleitet den Fanfarenzug Salem sogar seit seinen Anfängen: Seit der Gründung finden die Proben in der Pausenhalle der Förderschule Salem statt. Generationen von Musikern haben hier gemeinsam geprobt und sich auf die nächsten Auftritte vorbereitet.

Wenn es nicht nur um die Musik, sondern auch um das gemeinsame Marschieren geht, zieht es den Fanfarenzug nach draußen. Die Marschproben am Polenkreuz gehören ebenfalls fest zum Vereinsleben und sorgen dafür, dass bei den Auftritten nicht nur musikalisch, sondern auch in der Formation alles zusammenspielt.

Auch einige Veranstaltungen sind über die Jahre zu festen Größen im Kalender geworden. Der Nachtumzug in Ochsenhausen, der Faschingsumzug in Thayngen und das Kinderfest in Laupheim gehören für den Fanfarenzug Salem mittlerweile zum traditionellen Pflichtprogramm. Es sind Auftritte, mit denen viele gemeinsame Erinnerungen verbunden sind und auf die man sich Jahr für Jahr aufs Neue freut.

So lebt das weiter, was 1964 aus einem ganz besonderen Anlass begonnen hat. Musik, Tradition und Gemeinschaft verbinden die Mitglieder des Fanfarenzugs Salem bis heute – und bilden die Grundlage dafür, diese Geschichte auch an kommende Generationen weiterzugeben.